Es ist wieder bestes Wetter um eine Bahnfahrt zu unternehmen – heute soll Galle im Süden der Insel erkundet werden. Schon vor dem Eingang des Hotels, bei der Preisverhandlung mit einem Tuk Tuk Fahrer fällt mir ein älteres Paar auf. Die waren mir vorher noch gar nicht aufgefallen. Zum Bahnhof wollen die also auch. Hilflos wirken die. Aufgrund des gemeinsamen Ziels teile ich mir schließlich das Fahrzeug mit den beiden. Sie kommen aus Bad Honnef und es bestätigt sich erneut, dass die Personen, die zunächst am hilflosesten wirken, im nächsten Moment pausenlos erzählen, welche exotischen Länder die alles schon bereist haben. Ich frage mich ernsthaft, wie die das bis heute überlebt haben!?
Immerhin fährt nach Galle der Expresszug und es gibt eine 2. Klasse, die man sich gönnt. Kaum im Zug kommt man schon wieder mit einheimischen ins Gespräch. Er gibt mir einen Tipp, worauf ich in Galle bei der Anmietung eines Tuk Tuk in Galle achten soll – bloß nicht direkt vor dem Bahnhof einsteigen und ein registriertes nutzen. Gesagt, getan und schon brause ich auf drei Rädern durch die verschiedenen Stadtteile und ins Umland zu einem kleinen Tempel, der vor ca. 2300 Jahren in einen Felsen geschnitzt wurde.

No Ticket! Only small Donation.

Es sind wirklich keine anderen Touristen zu sehen. Überraschenderweise besteht der zuständige Mönch für die Spende von 200 Rupien auf das ausfüllen einer Art „Spendenquittung“.

Anschließend will ich eigentlich noch diese berühmten Fischer auf Pfählen sehen, die an einem bestimmten malerischen Strand zu finden sind. Nach einer Fahrt mit mehreren kurzen Stopps „You can take picture now!“ an malerischen Stellen, finde ich schließlich heraus, dass es sich hierbei größtenteils um „Schauspieler“ handelt, die nur gegen Bares für ein Foto auf einen der Pfähle klettern und so tunm, als würden sie angeln. Die wahren Fischer sind angeblich schon in Richtung Markt aufgebrochen.
So geht es dann die wunderschöne Küste entlang zurück in Richtung Stadt. Dort habe ich dem Fahrer Feierabend gegeben und einen Spaziergang durch das Marktviertel (ja, hier kann man vielseitige Meerestiere kaufen) und anschließend rund um das Fort gemacht, welches die Altstadt-Halbinsel umschließt.
Anschließend geht es wieder mit dem Zug zurück in Richtung Hotel. An diesem Abend habe ich mir auch für den Rückweg vom Bahnhof zum Hotel ein Tuk Tuk angehalten. Schließlich muss noch ein flotter Sprung in die Fluten des Ozeans während des Sonnenuntergangs erfolgen!