Hiermit schließe ich den zweiten Tag.

Es gibt eigentlich zum heutigen Tag nicht viel zu schreiben. Ausgeschlafen haben ich, danach entspannt und lange auf der Terasse gefrühstückt, meinen Reiseleiter getroffen, bei diesem einen ersten Ausflug für den kommendan Montag gebucht und eine kleine Reklamation bezüglich des Zimmers platziert. Diesen kleinen Defekt (betroffen war die Jalousie zwischen der Dusche und dem eigentlichen Hotelzimmer, die durch ein Fenster getrennt/verbunden sind) haben sich nacheinander insgesamt vier Angestellte des Hotels angeguckt, bis der letzte vermutlich etwas sagte wie: „es ist bekannt, dass dieser Defekt vorliegt. Tschüss.“ Repariert wurde dann übrigens nichts.
Nach dieser Aktion brauchte ich Abwechslung und war am Strand spazieren – wo sonst, kommt man sanft mit den ersten Einheimischen ins Gespräch. Leider wollten die mir alle nur Touren („auch mit Weibers, wenn du magst“), Essen oder Massagen verkaufen. Sam hat sein Restaurant direkt neben dem Hotel – er ist angeblich sogar „bekannt aus dem Internet“.
Später lag ich dann im Garten des Hotels und habe zu lesen versucht. Ich wurde dabei allerdings abgelenkt von den chinesischen Touristinnen: Diese wurden über den Zaun des Hotels von zwei fliegenden Händlerinnen von bunten Tüchern (oder Kleidern) – Achtung, Wortspiel – eingewickelt. Es war faszinierend, wie viele Tücher die Verkäuferinnen mit sich getragen haben. Der Tücherberg wuchs in der Stunde zu beachtlicher Größe! Dazu noch dieses Naturschauspiel, dass die Damen in jedem einzelnen dieser Tücher scheinbar professionell in Szene gesetzt und in vielfältigen Posen auf ein Lichtbild gebannt wurden.
A propos chinesische Touristen: ich bin mir nicht sicher, ob ich es schaffe in der verbleibenden Zeit die Kultur der gesitteten Warteschlange und Ordnung am Buffet zu vermitteln. Ich werde mich bemühen!