Nun endlich geht es los. Heute, ich betone dass ich am Mittwoch aufgebrochen bin(!), reise ich zunächst mit dem Zug von Köln nach Düsseldorf. Dort auf dem Flughafen begegne ich einer Horde sympathischer Celtic-Fans auf ihrer Rückreise nach Schottland. Diese sind in diesem Moment Schuld daran, dass ich vor dem Abflug ein Altbier statt einem leckeren Pils geniesse. Ich habe größtes Mitleid mit den offensichtlich überforderten Servicekräften, der ansonsten scheinbar auf Kaffee spezialisierten Flughafenbar.

Einige Stunden später sitze ich nun hier auf meinem Mittelplatz (weil eigentlich Etihad, nun aber doch AirBerlin auf dem Flugzeug steht, hat es leider nicht funktioniert sich online einzuchecken…) über dem Iran (zwischen Dezful und Ahvaz). Es sind noch ca. 90 Minuten bis zur Zwischenlandung in Abu Dhabi. So weit östlich war ich wohl noch nie.

In Abu Dhabi gaben es nun nichts besonderes zu sehen. Jedoch war es sehr hilfreich nach Halbschlaf im Flugzeug, dass offenbar preisgünstige Arbeitskräfte haufenweise zur Verfügung stehen, jeden einzeln in Warteschlangen zu Sicherheitskontrollen schubsen und dabei ständiges „keep moving!“ und „next please!“ gebetsartig wiederholen. Jawohl, Drillsergeant! Es ist bislang wohl der größte Flughafen, den ich bislang besuchte – und der Riesenbaustelle nebenan nach zu urteilen scheint noch einmal mächtig angebaut zu werden (und vor BER fertiggestellt sowieso).

Nächste Etappe (von Abu Dhabi bis Sri Lanka) habe ich bewältigt – und wieder gab es ein paar Sachen zu lernen: Bei der Passkontrolle wird man auch mal vom Passkontrolleur auf deutsch in ein Gespräch verwickelt und bei der Frage nach dem Beruf wird aus „IT“ ein „ah, Tea!“. Auch hier erkennt man den germanischen Pauschaltouristen 100 Meter gegen den Wind! Die Wechselstuben am Flughafen akzeptieren nur Bargeld und die Geldautomaten gleichen Glücksspiel-Automaten.

Und verdammt waren die ersten staufreien Kilometer Linksverkehr Autobahn glatt wie ein Babypopo – Danke, Merkel!

You have to drive like a Videogame! He, he, he!

Denn nach dem „Expressway“ folgten kleinere Straßen. Für Europäer – behaupte ich mal – waren keine festgeschriebenen Regeln erkennbar. Unter Einsatz von Blinker, Hupe und (nach Anbruch der Dunkelheit) Lichthupe regelte sich der Verkehr auf 1 bis n Fahrspuren scheinbar wie von allein.