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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

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Verkehrskontrollen und -nazis

Aller guten Dinge mögen drei sein, dachte sich der junge uniformierte Mann wohl, als er langsam und dennoch amtlich seinen rechten Arm hob. Voller Eleganz, Anmut und Dominanz strekte er sein steifes Körperglied senkrecht von seinem Körper ab, um mich an meiner Weiterfahrt zu hindern. Es ergab sich der nachfolgende Dialog:

  • “Guten Morgen! Bitte absteigen und anhalten! Allgemeine Fahrradkontrolle!”
  • “Guten morgen! Na gut!”
  • “Wir kontrollieren nur mal eben, ob alles in Ordnung ist… Bremsen … gut, Licht hab ich ja schon gesehen … alles paletti! Auf Wiedersehen und gute Weiterfahrt!”
  • “Ja, gut, ‘tschüss dann!”

Das klingt vielleicht schnell. Und es stimmt, während sein Kollegen schon nervös Notizblock und Stift zückte, mit dem er dann nervös über ersteres hinweg schwebte, war alles schon wieder vorbei. Der Notizblock blieb in diesem Moment unbefleckt.
Zurück auf dem Fahrrad, schlängelte ich mich zwischen dem morgendlichen Berufsverkehr hindurch und mir viel ein, wie man feststellen konnte, dass Jens niemals lügt und man sich letzte Woche trotzdem noch amüsieren konnte und sich die beiden nachfolgenden Dialoge in etwa ergaben (den exakten Wortlaut kann ich heute leider nicht rekonstruieren) :

  • [Ein Auto hält neben mir, als ich Vorfahrt gewähre und warte] “Guten Abend, junger Mann. Wir haben gesehen, dass ihre Fahrradbeleuchtung nicht funktioniert!”
  • “Ja, selbstverständlich geht die nicht! Wen wundert’s?”
  • “Selbstverständlich?”
  • “Ja, weil das von einem Dynamo angetrieben wird. Eine relativ neue Erfindung, deren Energieerzeugung abhängig von der Fahrtgeschwindigkeit ist!”
  • “Frechwerden?”
  • “Nö! Ich will nur weiter.”
  • “Aber wir schauen GENAU hin!”

Das war der Dialog vom Mittwoch Abend. Am Abend ist man zum Glück nicht an Abfahrtszeiten und ähnliches gebunden, wie es leider am Freitagmorgen der Fall war. Der nachfolgende Dialog bescherte mir sozusagen fünfundfünfzig (in Zahlen: 55) Minuten zusätzlichen Aufenthalt am vorweihnachtlich festlich geschmückten Bahnhof:

  • “Guten Morgen! Verkehrskontrolle!”
  • “Morgen!”
  • “Bremsen okay! Wa ist denn mit dem Licht, junger Mann?!”
  • “Einfach anschalten! funktioniert einwandfrei!”
  • “Seh’ ich selbst! Aber wo ist ihr Dynamo?!”
  • “Da ihr Kollege den gestern nicht kannte, mich anhielt und fragte, warum mein Licht nicht funktioniert, wenn ich stehe, habe ich mich heute gegen die Verwendung meines dynamobeleuchteten Fahrrades entschieden!”
  • “Was? Einer unserer Kollegen?”
  • “Auf jeden Fall war der sehr ähnlich gekleidet!”
  • “Na dann! Gute Weiterfahrt!”
  • “Danke, Wiedersehen!”

Leider hatte ich die gute Weiterfahrt mit der Bahn zur Uni erst die besagten 55 Minuten später. Ein leckeres Käffchen trinken und achtung rauchen kannunterumständenzumtodführen, war da das angesagte Stichwort.
Leider wurden meine Gedanken an dieser Stelle unterbrochen, von einem grauen BMW 5er Kombi mit einem hässlichen Spacko-Fahrer drin (Ich glaube sein Kennzeichen ist “OH-X 182″ – wer ihn sieht, kann dem Lack seiner Karre gerne mit dm Schlüssel verzieren!). Dieser kannte die Vorfahrtsregeln nicht so genau, was mich zum starken Bremsen veranlasste und meinen Gedanken einen Abbruch verpasste. So ein Trottel und Verkehrsnazi! Bedankt euch bei dem, dass diese Episode an dieser Stelle zu Ende ist!

I Can Haz Video / Pressespiegel

Wenn man schon so schamlos, wie heute um 13.37 Uhr berichtet eine Kamera auf mich richtet und abdrückt, bevor ich mich schminken maskieren konnte, dann hat es der/die fotografierende Person es nicht anders verdient, als auf Video öffentlich zur Schau gestellt zu werden. Dazu eignet sich natürlich die Kamera meines Handys in Verbindung mit YouTube.
Angeblich soll eines der entstandenen Lichtbilder in dem berühmten Magazin Stern, welches wöchentlich zu erscheinen droht, zu beginn des Januar 2008 eine ganze Doppelseite einnehmen, soweit man das heute heraushören konnte.

Nach erscheinen des entscheidenden Fotos heisst es dann sofort die Zeitschriftenkioske und -verkaufsstellen stürmen und den Knattéorologen suchen. Hierzu gebe ich euch an dieser Stelle keine Tipps, sondern denke darüber nach, ob jemand etwas gewinnt und mir das Foto zuschickt. Natürlich so verändert / bearbeitet, dass ich hinter einer hübschen Maske versteckt bin…
Andererseits will ich nun niemanden zum Kauf verpflichten oder überreden. Das würde ich nur bei anderen Magazinen, in denen es eindeutig ums knattern geht, machen. Genau, kauft euch lieber mal ein schönes Erotik-Magazin, wie die Praline oder Bunte. Da wird besser übers knattern berichtet – wahrer Qualitätsjournalismus!
Ach übrigens, als ich gestern im Zug nach Hause fuhr, konnte ich einer älteren Dame (vermutlich Rentnerin von Beruf, Name von der Redaktion geändert) über die Schulter schauen und in “Das Goldene Blatt” schockiert und beruhigt zugleich feststellen, dass unser aller Lieblingsschlagerfuzzi, namens Florian “Für die Menschen, Hey!” Silbereisen (26) noch sehr gern bei seiner Mutter wohnt und noch mehr Ihre Nähe schätzt und liebt.

2 vs. 1 und Viele

Da waren sie nun zu zweit. Die Lage fest im Griff. Einer war einfach zu schlagen. Doch Viele werten sich hartnäckig. Schwarz gegen Weiß! Die Opposition war früher da. Sie hielt es besetzt. Die Gegenseite wehrte sich. Blut floss nicht – nicht auf den ersten Blick. Wo willst du hin, mein Bruder im Kampf? Komm zurück! Er kam zurück. Aber es war zu spät. Die Konkurrenten hatten wieder zugeschlagen. Erst einer, anschliessend auch viele. Alles neu – zurück auf Start! Einer war einfach zu schlagen. Doch viele wehrten sich hartnäckig. Schwarz gegen weiß. Die weiße Torheit war in der Überzahl, doch schwarze Machtdemonstrationen imponierten erneut. Diesmal blieb die schwarze Imposanz vollzählig. Doch ohne Neider verliert der größte Reichtum an Reiz. So zogen beide, in Ihrer Macht bestätigt, davon. Erneutes Zwischenspiel eines einzelnen, doch dieser kann noch weniger gegen Viele bestehen.
Viele gewinnen. Für den Moment. Doch schon naht erneut Unheil. Tausende unzählige Tonnen Stahl. Selbst für Viele unbesiegbar. Die eisig lähmende Kälte bewirkt das übliche. Kameraden, Schnell! Uns bleibt nur die Flucht!

So mag es sich abgespielt haben. Heute morgen, als ich aus dem Fenster des Zuges äusserst gespannt beobachten konnte, wie eine Elster mit zwei Krähen und bis zu zehn Möwen um den Inhalt von zwei offenen Tüten billiger Erdnussflips – wahrscheinlich am Wochenende von mindestens ansatzweise beschwippsten Teenagern unbürokratisch entsorgt – wetteiferte. Bis zu dem Moment, als ein Güterzug eben jenes Gleis für eine Durchfahrt zu nutzen begann, auf dem der Konkurrenzkampf stattfand.

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