Glückwunsch 9
Liebes Patent der Fotokopie, wer sonst, als du selbst könnte deinen heutigen Ehrentag zum 44. mal treffender abbilden!
Wer kennt Sie nicht, diese bunten Bildchen, die aus einem Bild im Handumdrehen zwei gleiche Bildchen machen. Schon früh in den ersten Entwicklungsstadien wurde klar, dass diese Erfindung mal die Welt beeindrucken würden. Doch durch das exzessive schniffen von Toner landete der Kopierer an sich in der Gosse und wurde zu Dumpingpreisen in Büros in aller Herrenländer verkauft. Harte Zeiten der Selbstreplikation standen an und durch ein erhöhtes Motivationspotential konnte dies bewältigt werden. Mit Mafiamethoden leistete der Kopierer nun Bärendienste. Der Papierverbrauch schnellte jedoch dadurch in di Höhe und der Durchschnittskopierer bekam starke Depressionen, da er sich am Klimawandel und der Brandrodung in den Regenwäldern schuldig fühlte.
Aus dieser Depression kam er erst heraus, als ihm die folgenden drei, wahrscheinlich wichtigsten Kopien seines Lebens gelangen:
- Das haarige Hinterteil von Ansgar Schmidt welcher noch lange nach der Aufnahme auf der Weihnachtsfeier anno 1973 bis hin weit nach Ansgars Rentenbeginn in der Firma “Foto-Müller” zur reichhaltigen Belustigung des Arbeitsalltags beitrug.
- Die Mathe-Klassenarbeit von Ursel Bergemann die qualitativ so hochertig war, dass man hier gerne alle fünfe hat gerade sein lassen.
- Das Gemälde “Der Schrei” welches ursprünglich nach den Vorlagen Pablo Picassos ausschliesslich gerade Linien enthielt und dem abstrakten nur so huldigte. Heute ist nur noch die verzerrte Fotokopie bekannt, das Original verscholl.
Und auch heutzutage bereitest du uns noch viel Spass, liebe Fotokopie, wenn auf Betriebsfeiern sich die Praktikantin versucht in eine höhere Position zu schlafen diskutieren und dich dabei versehentlich anschaltet. Mach weiter so, liebste Replikationsmaschinerie!

Wer kennt Ihn nicht, den Mann, der unter den jugoslawischen Regisseuren als ein Regisseur gilt. Schon nach seiner Kindheit und Schullaufbahn, begann er Psychologie zu studieren und sich hierfür seine Brötchen als Hardcoreactiondokumentarfilme für die trendige Zielgruppe 55+ zu produzieren, welche er aber auf ganzer Linie verfehlte. Aber auf eins war Verlass: Auf diversen Filmfestspielen sorgte Dušan konsequent für Verwirrungen und forderte stets die Jury zum Rücktritt auf.
Wer kennt Ihn nicht, den fixen und belgischen André Pilette. Schon sein Kinderzimmer war statt mit Teppich mit Asphalt ausgelegt und sein Vater flösste ihm morgens stets eine Flasche frisch gepresstes Normalbenzin ein, um den Knochenwachstum zu fördern. So kam es, dass er schon früh vor allen Weltkriegen anfing, durch die Weltgeschichte zu knattern. Zuerst auf einem Bobby, dann auf einem Kettcar, bis er sich in die Formel eins hochgeknattert hatte. Hierbei sei zu beachten, dass er sich zwar nie solchen Boxenluden, wie Kai Ebel und dessen Vorfahren beugte, deshalb auch keine Siege einfuhr und sich dennoch 