Lange Wartezeiten erhöhen bekanntlich die Spannung. Mit Spannung war bestimmt auch dieser Artikel erwartet worden. Bis jetzt, meine Damen und Herren! Ich werde nun mal davon berichten, wie die restlichen Tage meiner Londonreise im vergangenen Monat zu Ende gegangen sind:
- 4. Tag – Fortsetzung: Auch der zweite Cappuccino in den Butlers Wharf war lecker. Danach habe ich mich dort in der näheren Umgebung umgesehen, mich halb verlaufen, zwischen den hohen und identisch aussehenden Gebäuden und hatte eine zufällige Begegnung mit einem Geldboten, die näher ausfiel als beide von uns beiden wohl wollten. Anschließend führte mich der Rückweg erneut über die imposante und berühmte Tower Bridge. Auf der anderen Seite wartete wieder der Londoner Tower, in dem auch schon der allseits bekannte Homer Simpson inhaftiert war, auf mich. Der vorher auf später verschobene Besuch des Inneren des Towers habe ich an dieser Stelle allerdings vergessen. Schließlich wollte ich noch etwas von der Stadt sehen, also stieg ich ab in den Underground – ein wahrhaft sehenswertes Beförderungsmittel, in dem man mit Gratis-Zeitungen bombardiert wird. Nah einem kurzen Stop bei den Smithfield Markets (einem Fleischgrosshandelsplatz, der in meinem Reiseführer als sehr sehenswert markiert war), kam mir die folgende Reiseroute in den Sinn: singend wie Duffy durch die Warwick Avenue wandern und danach filmreif durch Notting Hill und über den Portobello Market zu schlendern. Was für ein Antiquitätenflohmarkt, der leider schon abgebaut wurde. Schnäppchen haben sich leider nicht ergeben.
Und alles nochmal kurz im Überblick: Victoria Station ☞ Tower of London ☞ Tower Bridge ☞ Butlers Wharf West ☞ Sommerset House ☞ Smithfield Market ☞ Warwick Avenue ☞ Portobello Market ☞ Leicester Square ☞ Victoria Station ☞ Pub ☞ Hotel.
- 5. Tag: Nach einem noch recht freundlichen Wetter am Vormittag und einem Spaziergang durch den im Umbau befindlichen Hyde Park und interessanten Erzählungen von neugierigen Eichhörnchen zogen wieder mal vermehrt Wolken über den Himmel. Von diesen lies ich mich jedoch nicht weiter irritieren und spazierte weiter in Richtung Marble Arch und von dort aus die Oxford Street hinunter. In jener Strasse fand ich auch das mir empfohlene Geschäft Suits U, welche wirklich schöne Anzüge und Hemden im Angebot haben, mir jedoch wahrscheinlich aufgrund meiner müden Beine die Entscheidungsfreude für einen Kauf fehlte. Nach einer Kaffeepause habe ich dann die wahrscheinlich letzten Postkarten aus London in einem Briefkasten “entsorgt”. Regen setzte ein. Vor diesem flüchtete ich in das doch gar nicht mal so nahe gelegene British Museum. Dort sieht man viel: Vom alten Ägypten, Relikte, Schmuck und Kunst aus frühen Vorder- und Hinterasiatischen Kulturen, alte Steine, Tempel und Säulen aus Griechenland, Alles, was Nord-, Mittel- und Südamerikanische Kulturen schon vor mehreren Jahrhunderten zum Leben und feiern brauchten und natürlich uralte Sachen aus Europa. Eine Weltreise der Geschichte Hier vergehen Stunden wie im Flug und das von außen schon groß anmutende Gebäude des Museums ist im inneren noch um einiges größer. Wahrscheinlich aus Angst hiervor, quittierten die Batterien der geliehenen Digitalkamera den Dienst. Von so vielen Ansichten bekam ich natürlich Hunger und suchte mir ein weiteres Restaurant am Leicester Square aus. Das war lecker und die Bedienung empfahl mir einen abschließenden Besuch in der Nationalgalerie am Trafalgar Square. Empfohlen – getan! Scheinbar spontan zwischen den riesigen, winzigen und zahllosen Gemälden beschloss ich Kunstkenner und -freund zu werden: Wegen der hohen Frauenquote unter den Anwesenden natürlich. Und viertel vor Neun wurde der Feierabend für die Angestellten eingeläutet. Ich verabschiedete mich von Rembrandt und Monet und gönnte den Mitarbeitern den verdienten Feierabend. Abschließend bedankte ich mich bei Gordon Brown in der Downing Street für die Gastfreundlichkeit. Gleiches tat ich dann auch beim Pub, in dem ich mein Feierabendbier einnahm.
Kurzgefasst die Route des Tages: Victoria Station ☞ Hyde Park ☞ Speakers Corner ☞ Marble Arch ☞ Oxford Street ☞ British Museum ☞ Leicester Square ☞ National Gallery ☞ Downing Street ☞ Victoria Station ☞ Pub ☞ Hotel.
- Abreise: Ein unspektakulärer Tag. Bei dem schlichten Hotel-Frühstück ärgerte ich mich ein letztes Mal über das benehmen der anwesenden Spanier, packte die letzten Sachen zusammen, checkte aus und machte mich auf in Richtung Victoria Station. Dort stieg ich in einen Bus in Richtung Standsted. Der war eher spärlich mit Fahrgästen besetzt. Das war auch gut so, denn der Fahrstil des Busfahrers hat sicherlich nicht jedem gefallen. Am Flughafen die bösen Überraschungen: Das einchecken meines Koffers kostete plötzlich 19 Pfund! Eine Post-Filiale war leider nicht in der Nähe, sonst hätte ich einen Preisvergleich unternommen. Also mußte ich bezahlen. Danach die zweite Überraschung: Mein flüssiger und koffeinhaltiger Limonadereiseproviant war das 10-fache der erlaubten Menge. Fast einen ganzen Liter Brause trinken, ohne wirklich Durst zu spüren. Was gibt es angenehmeres? Meine Blase dankte es mir mehrfach, aber das interessiert euch ja gar nicht. Der spätere Flug war halbwegs ruhig und aufgrund des Wetters konnte ich England und Holland im Schnee von oben betrachten…
Meine letzten Schritte der Reise: Hotel ☞ Victoria Station ☞ Bus ☞ Standsted Flughafen ☞ Flugzeug.
Zu Hause wurde ich schon erwartet. Ich mußte jedoch noch eine halbe Ewigkeit auf meinen teuren Koffer warten. Wenigstens war dieser heil angekommen. Ich melde mich morgen nochmal mit einem abschließenden Fazit.
Hier liest du den ersten Teil über die Reiseerlebnisse…
Henning
hat diesen Text am: 16.02.2009
um 16:03
für euch gemacht! Dann wurde das in die Schublade
Henning erzählt von...
gelegt und mit den Tags: Ausland und London und Mittags und Realleben und unterwegs versehen.
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