In diesem Fall ist dieser Hilfeaufruf ein öffentlicher Brief an unsere derzeitige Bundeskanzlerin, Frau Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel, unseren Finanzminister des Bundes, Peer Steinbrück, und alle weiteren, von der globalen Finanzkrise betroffenen Personen. Insbesondere Studenten, die sich in einer ähnlichen Lage befinden.
In welcher Lage? Na in der von Opel, dem kleinen freundlichen Familienbetrieb rund um das Automobil. Dem geht es schlecht? Na ja, dem Betrieb selbst an sich nicht so sehr, aber dem Mutterkonzern anscheinend. Und so wie ich das verstanden habe, ist daran die böse Finanzkrise plötzlich Schuld. Genug der einweisenden Worte, es folgt der offene Brief:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel, sehr geehrter Herr Finanzminister des Bundes Peer Steinbrück
Wie sicherlich auch Sie aus Funk und Fernsehen bereits vernommen haben, kursiert zur Zeit die böse Finanzkrise quer durch alle Zweige der Weltökonomie. Es scheint nichts zu geben, an dem die Krise nicht Schuld sein könnte. Schlaue Regierungen dachten sich für diesen Fall und daraus folgenden Notfällen aus, dass ein Rettungsfonds gegründet wird. Auf diesen Fonds zur Rettung von Unternehmen kann nun Zugriff beantragt von Unternehmen, wie aktuell der Adam Opel GmbH (im Folgenden Opel genannt), werden. Gestern las ich noch das Argument in der Zeitung, dass die vielen Arbeitsplätze der Mitarbeiter von Opel in Gefahr wären. Schrecklich! Und das alles nur, weil General Motors (im Folgenden GM genannt), der Mutterkonzern von Opel kurz vor dem Ruin steht. Panik!
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel, sehr geehrter Herr Finanzminister des Bundes Peer Steinbrück, sehr geehrte andere Leser(innen) lassen Sie mich nun beginnen, parallelen zu zeichnen:
Ich hätte auch gerne ein wenig Geld aus diesem magischen Rettungsfonds! Ich hätte gerne die Summe von 10.000.000,00 €! Selbstverständlich Steuerfrei, denn es gilt ja, kommende und drohende massive Verluste in folgenden Geschäftsjahren auszugleichen. Meine Gründe dafür lauten wie folgt:

  • Wie Opel kann ich auch sagen: Meine (Konzern)Mutter gibt mir bald kein Geld mehr. Es droht ein Bankrott erster Klasse. Wie soll ich bloß ohne das Geld durch meine Eltern überleben? Ich brauche also das Geld aus dem oben genannten Fonds!
  • Sollte meine Forderung nicht erfolgreich erfüllt werden droht ein erheblicher Verlust von meinem Arbeitsplatz. Ein Argument, welches immer wieder auftaucht. Also werde ich nach Beendigung meines Studiums dann keiner beruflichen Beschäftigung nachgehen und lieber dem Staat auf der Tasche liegen… Bis hin in das hohe Alter, inklusive Kosten für die Krankenkasse und Rentenzahlungen. Aber weil mir dann wiederrum langeweile droht, nehme ich auch aus diesem Grund lieber das Geld aus dem oben genannten Fonds!

So, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Finanzminister, ich hoffe, ich konnte meine Forderung gründlich und schlüssig darlegen. Ich freue mich auf Ihre Antwort.