So! Seit ihr in den Vergangenen 24 Stunden geplatzt vor lauter Neugierde? Nein? – Das kann ich verstehen! Das hält mich aber trotzdem nicht davon ab, den Rest zu erzählen!
Also, angekommen war ich da ja direkt vor der Kasse. Und erblickte jenseits der Kasse mehr Menschen als jemals nach volkstümlicher Art auf einen indischen Eisenbahnzug mit Überlänge passen würden. Und diese Menge an Leuten war scheinbar dicht über- neben und hintereinander gestapelt. So etwas habe ich nicht mehr gesehen, seit der Spiegel-TV Reportage im Fernsehen neulich, in dem DDR-Bürger darauf warteten, daß die Schranken gen kapitalistischem Klassenfeind sich öffnen!
Und als ich diese Bilder meiner Fernseherinnerung meinen Freunden, die mich an dem Abend begleiteten, schilderte waren wir uns nahezu in Lichtgeschwindigkeit einig: „Das dürfen wir keinesfalls unterstützen!“ Also, enttäuscht davon eine fantastische überfüllte Partylandschaft zu verpassen wurde wieder über den Parkplatz gejoggt und das Auto zurück in Richtung Marzipantown-Innenstadt. gesteuert. Nächstes Ziel: Rettendes Ufer – Stammdisko! Statt zehn Floors halt nur drei Flure in einer vom Sehnerv auswendig gekannter Umgebung! Der Ausflug wurde schnell mit einigen pilshaltigen Biergetränken begossen! Prost!
Und erst als ich einige Stunden später rauchend vor der Tür auf ein taxiähnliches Verkehrsmittel wartete, sprach mich die Venus des Abends an und fragte: „Hi! Kannst Du mir sagen, wie spät es ist?“ Natürlich dachte ich, könnte ich und zog in äusserst großzügiger Geste mein Arm aus der Hosentasche, um ihr die gewünschte Information von meinem Bling Bling-Zeitmessgerät abzulesen! Doch zu meinem Entsetzen mußte ich feststellen, dass die Batterien der Armbanduhr leer waren. Daraufhin zog sie enttäuscht von dannen und ich beschloss ohne ihre Telefonnummer oder ihren wahrscheinlich hochroten Tanga-Schlüpfer, dafür aber mit noch hochroter Birne, an einer anderen Stelle als dem Platz der Schmach auf ein Taxi zu warten.