Mein lieber Freund und Kupferstecher, was war das bloß für in Erlebnis. Und wenn ich schon so anfange zu berichten, dann hat das auch was zu heißen. Man hatte sich ja etwas vorgenommen.
Es begab sich nämlich am letzten Sonnabend so, daß… Ach nee, eigentlich liegt die Grundlage des berichtens schon einige Zeit länger zurück: Nämlich wurde Ende des Frühjahrs 2008 bekannt, daß die in einem Industriegebiet im Umland von Marzipantown angesiedelte Großraumdiskothek, namentlich „Abaco“ genannt blutigtiefrote Zahlen schreibt und aus diesen Gründen schließen würde. Die Tränen der Discogänger in der weiteren Region hätte man mit nur einem einzigen Taschentuch trocknen können, dachte ich mir, denn ich vergoss keine einzigste! Doch hier fängt die Geschichte erst an:
Um den hiesigen Krocha-Verschnitten (siehe früher) aber dennoch ein Dach über dem Kopf für das Wochenende zu spendieren, oder Ihnen einfach irgendwie das Einkommen aus Hartz IVTascheneld aus der Tasche zu ziehen wurde der Bau nicht in den Boden eingestampft, sondern durch einen anderen Großraumdiskothekenfranchisekettenbetreiber unter einem anderen Namen nach Renovierung neu eröffnet. MIT NOCH NIE DA GEWESENEN 10 FLOORS!
Und da setzt doch glatt die Handlung vom vergangenen Wochenende wieder ein: Man beschloß aus schier unendlich zu scheinender Neugierde sich in ein Auto zu setzen, um an der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen! Und außerdem bin ich ja als knatterseite.de – deinem persönlichen Fachmagazin für individuelle Pauschalisierungen – geradezu verpflichtet euch ein Test als Ergebnis zu präsentieren! Freudig ins Auto gehüpft, war man voller Vorfreude auf einen freudebereitenden Abend! Die Freude wurde geschmälert, als scheinbar unterbezahlt Parkplatzeinweiser uns den wahrscheinlich hintersten aller vorhandenen Parkplätze zuwies. Möglicherweise wäre ein Parkplatz bei Anreise zu Fuß noch dichter gewesen. Entsprechend lang war dann auch die Warteschlange vor der Tür des hypermodernen Tanztempels! Drauf geschissen! Angestellt und abgewartet war die Devise! Und es ging schneller als erwartet. Eine gute Zigarettenlänge und man hatte die erste Hürde – eine Flughafensicherheitsschleuse ähnliche Sicherheitsanlage – überwunden. Nächste Warteschlange: An der Kasse anstehen verlagerte das Geschehen von vor der Tür in den Hausflur. Und dort, um die Ecke geschaut, zerstreute sich die Warteschlange in viele kleine Warteschlängelchen. Aus organisiertem anstehen wurde ein chaosgleicher Haufen Menschen, wie bei einer Mai-Demonstration auf der die ersten Wasserwerfer und Tränengas die Szene betreten. Nur voller war es. So erkannte man es jedenfalls ab einer Distanz von ca. 1 Meter bis zur klingelnden Kasse …

Und um euch auf die Folter zu spannen und den Dramaturgiebogen überzustrapazieren lest ihr morgen erst die Fortsetzung des Abends!